vor 16 Stunden
ThSV dreht Sieben-Tore-Rückstand
Mit sieben Toren lag der ThSV Eisenach beim Gastspiel bei der HSG Wetzlar zwischenzeitlich zurück, doch auch dank der 13/6 Treffer von Marko Grgic drehten die Gäste die Partie und feierten nach dem Siegtreffer von Moritz Ende einen 31:30-Erfolg.
Die HSG Wetzlar ging mit dem Wissen seit über zwanzig Jahren kein Heimspiel gegen den ThSV Eisenach verloren zu haben sowie dem Rückenwind von zuletzt starken Auftritten in das Duell. Nach dem 22:30 im Hinspiel und damals 2:10 Punken starteten die Mittelhessen die Aufholjad und verbuchten danach 14:14 Punkte - auch dank des Coups gegen den THW Kiel im letzten Heimspiel auf den zuletzt eine knappe Niederlage in Hannover folgte.
Wie in Hannover fehlte auch gegen Eisenach der erkrankte Till Klimpke und so startete Anadin Suljakovic im Tor der Wetzlarer. Drei Angriffe blieb der Torhüter der Gastgeber ohne Gegentreffer, auf der Gegenseite sorgten Stefan Cavor, Vladimir Vranjes und aus dem Umschaltspiel dann Domen Novak für das 3:0, bevor Moritz Ende den ThSV erstmals auf die Anzeigetafel brachte.
Eisenach war nach der WM-Pause durch einen Sieg gegen Lemgo, eine Niederlage in Göppingen sowie zuletzt einem Remis gegen Leipzig mit ausgeglichener Punktebilanz in den zweiten Teil der Saison gestartet, fand in Wetzlar aber zunächst nicht in die Zweikämpfe. Wetzlar beantwortete den ersten Eisenacher Treffer durch Jona Schoch und zog in Überzahl durch Stefan Cavor und Rasmus Meyer Eylersen früh auf 6:1 davon.
Der ThSV kam in der Folge zwar immer wieder zu Treffern, doch die HSG Wetzlar antwortete jeweils umgehend. Auch als die Gäste nach einem zwischenzeitlichen 9:3 beim 10:6 wieder auf vier Tore verkürzt hatten: Ein Doppelschlag von Dominik Mappes sorgte für das 12:6 und nach einer Auszeit der Eisenacher erhöhte Stefan Cavor nach einer Parade von Anadin Suljakovic den Abstand beim 13:6 erstmals auf sieben Tore.
Doch die Eisenacher Auszeit wirkte bereits zu diesem Zeitpunkt, die Gäste gewannen nun in der Deckung nun vermehrt die Zweikämpfe. Nach dem 14:7 von Justin Müller gelang Wetzlar gut sieben Minuten kein Treffer und die Gäste verkürzen mit einer Vierer-Serie auf 14:11. Entscheidenden Anteil daran hatten der eingewechselte Silvio Heinevetter mit unter anderem einem parierten Siebenmeter und Marko Grgic mit einem Hattrick. Vranjes beendete dann aber die Durststrecke der Hausherren, die ein 17:13 mit in die Kabinen nahmen.
Grgic setzte auch direkt nach Wiederbeginn den ersten Treffer, Wetzlar behauptete die Führung aber zunächst und lag beim 21:17 durch Georg Löwen acht Minuten nach Wiederbeginn wieder mit vier Toren in Front. Doch die Fehlerzahl im Spiel der Hausherren war hoch und so konnten Timothy Reichmuth, Simone Mengon und Filip Vistorop die Gäste auf ein Tor heranführen. Das Momentum hatte gewechselt, Wetzlar verlor den Ball aufgrund passiven Spiels.
Auch eine mehrminütige Unterbrechung aufgrund eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne - bei dem nach der Behandlung des betroffenen Zuschauers eine Entwarnung in Form eines erhobenen Daumens die Halle aufatmen ließ - nahm Eisenach das viel zitierte Momentum nicht: Marko Grgic sorgte aus dem Rückraum für den Gleichstand und bereitete dann das 22:21 von Moritz Ende vor. Eine Viertelstunde vor dem Ende lag der ThSV erstmals in Führung.
Philipp Meyer und Simone Mengon beantworteten die Ausgleichstreffer der Hausherren und Marko Grgic ließ Eisenach dann mit dem 25:23 eine Zwei-Tore-Führung mit in die letzten zehn Minuten nehmen. Wetzlar kämpfte um den Anschluss, die Spannung in der intensiv geführten Partie nahm zu. Wetzlar kam mehrfach zum Anschluss und konnte nach einer Parade von Anadin Suljakovic dann durch Stefan Cavor beim 27:27 auch wieder ausgleichen.
Misha Kaufmann griff sechs Minuten vor Spielende zur Auszeit und sein ThSV legte danach erst durch Moritz Ende einen sowie dann nach dem Wetzlarer Ausgleich durch einen Doppelschlag von Marko Grgic wieder zwei Tore vor. Doch Lukas Becher antwortete mit zwei Treffern zum 30:30. Die Partie stand auf des Messers Schneide.
Moritz Ende legte für Eisenach wieder vor, doch Wetzlar blieben nach einer Auszeit noch vierzig Sekunden. Trotz des siebten Feldspielers konnte allerdings keine Wurfchance erarbeitet werden, stattdessen ging der Pass an den Kreis ins Leere. Eisenach brachte die letzten Sekunden gegen die offene Wetzlarer Deckung über die Zeit und feierte ein 31:30.
Stenogramm mit Torschützen folgt ...
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