30.11.2024, 14:02
Nach Befreiungsschlag des HC Erlangen
Christopher Bissel verwandelte erst einen Siebenmeter zum 24:23, bereitete dann mit einem Steal den Gegenstoß von Marek Nissen zum 25:24 vor - und hatte so seinen Anteil am 28:24-Erfolg der HC Erlangen gegen Frisch Auf Göppingen. Dass in den Crunchtime Erlangen die größere Sicherheit hatte, erstaunte dabei auch den Außen des HCE.
"Was wir dann am Ende für eine Energieleistung hingelegt haben. Das habe ich so fast nicht kommen sehen", erklärte Christopher Bissel nach dem Erfolg des HC Erlangen gegen Frisch Auf Göppingen. Dabei hatten die Gäste fünf Minuten vor dem Ende die Chance auf die Führung, doch der HCE antwortete mit einer Vierer-Serie zum 28:24. "Ich habe in alle Augen geschaut und da war keine Spur von Verunsicherung", so der fünffache Torschütze.
Durchaus überraschend, denn der HC Erlangen ging mit lediglich einem Sieg auf der Habenseite in das richtungsweisende Duell, zudem wurden beim 25:26 gegen Stuttgart oder dem 22:25 gegen Melsungen sowie zuletzt dem 27:28 in Hamburg mehrfach in der Schlussphase wichtige Punkte liegen gelassen. "Ich kann es überhaupt nicht erklären, aber das war wirklich ein kollektiver Kraftakt, auch emotionaler Art. Das macht mich einfach glücklich", erläuterte Christopher Bissel nach dem Spiel am Dyn-Mikro.
Die Halle feierte unterdessen den Befreiungsschlag. Die Zuschauer waren für Christopher Bissel, der das Gefühl nach dem Spiel als "überragend" beschrieb, dabei auch ein wichtiger Faktor. "Das ist wirklich, ich kann es gar nicht beschreiben. Vor so einer Kulisse, die uns wirklich unabhängig davon, was für Ergebnisse wir liefern, unterstützt. Das ist einfach unvergleichlich. Und es fühlt sich sehr gut an, den Leuten was zurückzugeben."
"Wir haben als Abwehr schlechte Tage gehabt. Die Torhüter haben schlechte Tage gehabt. Heute haben wir es zusammen hinbekommen", erklärte Christopher Bissel auf die Rückfrage nach dem glänzend aufgelegten Khalifa Ghedbane, der im Tor fünfzehn Paraden verbuchte. Und das, nach dem mit dem überraschenden Abschied von Klemen Ferlin und der Verpflichtung von Dario Quenstedt direkt vor dem Spiel zwischen den Pfosten Unruhe herrschte. "Er war jahrelang da und ich glaube, er freut sich für Khalifa am allermeisten", schickte der Außen Grüße an Ferlin.
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"Ich bin einfach nur glücklich, dass diese harte Arbeit, die man natürlich im Fernsehen nicht immer sehen kann, aber die ich tagtäglich bei den Jungs beobachte, sich auszahlt. Auch den Kopf nicht in den Sand zu stecken, wirklich jeden Tag an sich zu arbeiten, unabhängig von den Ergebnissen, die wir uns anders vorgestellt haben", strahlte Christopher Bissel nach dem zweiten Saisonsieg.
"Es kann ja nur ein Anfang gewesen sein. Mit vier Punkten wird man wahrscheinlich absteigen", fügt der Außen aber sogleich an. "So ein Selbstbewusstseinsboost hilft hoffentlich dabei, dass wir diesen Weg weiter fortführen. Ich finde, wir haben jetzt in den Wochen unter Schwalbe echt schon eine deutliche Verbesserung gezeigt. Wenn wir alle weiter so hart daran arbeiten, dann kann das noch nach oben gehen."
cie